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Boesbart

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19. Nov. 2012
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Auch wenn ich die Verteilung der Einnahmen kritisch sehe, finde ichs positiv, wenn Modder legal Geld für ihre Mods verlangen können. Die Vorteile überwiegen meiner Meinung nach den Nachteilen eines solchen Systems.

Ein grosser, guter Mod ist ja nicht einfach was, was man so just for fun macht, sondern ist harte Arbeit, in die viel Zeit fliesst. Oft geht dafür der grösste Teil der Freizeit drauf, vor Releases nehmen sich die Leute vielleicht sogar noch (unbezahlten?) Urlaub und arbeiten Nächte lang durch, um etwas rechtzeitig fertig zu bekommen. Sie benutzen Tools wie 3DS Max, Photoshop und vieles mehr, was sie aus eigener Tasche bezahlen. Sie ackern Tutorial um Tutorial durch, um sich das benötigte Wissen anzueignen und so weiter… Und schon nur deswegen ist es doch okay, wenn man ein bisschen Geld für seinen Mod verlangt, um zumindest diese Kosten abzudecken.

Ein guter Modder kann vielleicht seine reguläre Arbeit auf 80% oder noch tiefer zu reduzieren, um mehr Zeit in seinen Mod zu investieren. Er kann sich bessere Tools leisten, einen Weiterbildungskurs besuchen und so weiter. Dies kommt der Qualität und Quantität des Mods zugute und bietet dem Modder eine bessere Chance für einen Einstieg in die Spieleindustrie oder gar genug Erfahrung und Connections zu sammeln um seine eigene Firma zu gründen.
Wiederum dürfte es auch mehr Leute geben, die Mods entwickeln werden. Denn Geld ist immer reizvoll. Nicht jeder ist bereit, seine komplette Freizeit zu opfern, ohne dass er eine Gegenleistung bekommt, bzw nicht jedem geht’s bloss um Fame and Glory. Und das finde ich auch völlig okay.

Und last but not least, könnte das auch eine Entwicklung in Gang setzen, dass wieder mehr Firmen für ihre Spiele Editoren entwickeln und so, wie früher, viel mehr Spiele Mod-fähig sind. Als Beispiel sei da mal Battlefield erwähnt: Bis und mit Battlefield 2 gab es eine grosse Mod Community. Doch danach gab es nie wieder ein Editor und somit starben die Mods langsam aus (Es gibt natürlich noch einige aktive Mods für BF2, aber auch die haben immer weniger Spieler). Der Grund der dafür genannt wurde ist, dass es immer zeitaufwendiger und teuerer wurde, solche Editoren zu erstellen. Was auch garantiert stimmt. Dazu kommen natürlich die (ungenannten) Bedenken, dass man nicht mehr so viele DLC verkaufen könnte, wenns auch Mods gäbe, die dem Spieler gratis Content zur Verfügung stellen (Vielleicht sogar besseren Content als die DLC bieten würden). Doch wenn die Entwickler, in dem Fall DICE, durch Mods auch Geld verdienen würden, wäre der Reiz natürlich viel grösser, wieder Editoren einzuführen. Und das fände ich persönlich eine sehr tolle Entwicklung, denn ich denke immer noch gerne zurück an geniale Mods wie Forgotten Hope, Desert Conflict, Project Realism, uvm. Und ich wäre gerne bereit einen kleinen Betrag zu zahlen, damit ich solche tolle Mods auf der aktuellen Engine spielen könnte.


Natürlich gibt es, wie am Anfang erwähnt, auch Nachteile mit einem solchen System: Mindestens die grösseren Mods würden sicher fast alle Geld verlangen und je nachdem wie viel man pro Mod hinblättern müsste, wäre der Reiz vielleicht nicht mehr so hoch, diese zu spielen. Für mich als knapp 30 jähriger Spieler wären kleinere oder grössere Beiträge absolut kein Problem (Ich kauf mir oft Spiele, auch wenn ich die meisten nicht allzu lange spiele), so lang der Content des Mods auch stimmt. Aber gerade für die jüngeren Spielern wäre das wohl schon ein Problem, gerade wenn man dann nur per Kreditkarte oder so zahlen könnte.

Dazu kommt auch das Verteilsystem von 25% für die Modder und 75% für die Firma. Da wäre ein grösserer Anteil für die Modder schon fair finde ich. Aber wiederum kann man natürlich argumentieren, dass die Modder halt auch bereits die ganze Engine, Features und so weiter nutzen können. Und wenns mir recht ist, gehen schon beim Unreal Development Kit 50% der Einnahmen an die Firma, obwohl man dort ja das meiste selbst machen muss (Also es ist ja kein fertiges Spiel wie z.B. Elder Scrolls Skyrim, sondern eigentlich bloss eine Engine mit ein paar Assets). Und wenn man daher viele Dinge des Spiels selbst nutzt, Modelle, Texturen, Scripts und so weiter, dann ists natürlich auch gerechtfertigt, dass man ein grosser Teil der Einnahmen an die Entwicklerfirma selbst abtreten muss. Denn schliesslich hat man ja nur einen Teil selbst gemacht. Und natürlich gibt’s dazu das gern benutzte Argument, dass durch gute Mods auch mehr Leute das eigentliche Spiel kaufen und das mag für einige Spiele sogar zutreffen (Ein Half Life 2 zum Beispiel). Jedoch wird sich wohl kaum einer Skyrim extra wegen einem Mod kaufen, sondern man besitzt bereits Skyrim und würde darum den ein oder anderen Mod spielen. Jedoch, wie geschrieben, finde ich 25% für die Modder doch bisschen wenig Geld. Im Endeffekt sollten aber die Modder selbst entscheiden, ob das ihnen Wert ist, oder ob sie das Abzocke finden und daher den Mod weiterhin lieber gratis zur Verfügung stellen.


Es gibt sicher noch viel mehr Vor- und Nachteile die man hier auflisten könnte, aber das würde wohl den Rahmen sprengen. Aber schriebt mir doch mal ausführlich, was ihr davon hält und was eure persönliche Meinung dazu ist. Warum findet ihrs gut oder nicht gut, dass für Mods Geld verlangt werden kann? Und unter welchen Bedingungen wärt ihr bereit, Geld dafür auszugeben? Bin gespannt auf eure Antworten :)
 

Kartus

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Bin gleicher Meinung wie du. Ich finde es gut für Mods Geld verlangen zu können. Und dabei gilt für mich als Kunde Aufwand/Ertrag. Wenn es mir Wert ist für eine Mod zu bezahlen, dann mache ich das auch gerne und sonst kann ich es ja lassen.

Schlussendlich fördert an so die Professionalisierung von Mods, was ich befürworte, weil professionellere Mods ergibt bessere Mods und somit mehr Spass für Spieler. Dass dabei eine Beteiligung an den Service Steam und den Engine/Assets Entwickler abgedrückt wird macht Sinn. Ob sich die Höhe dieser Abgaben für den Modder lohnen ist dann die andere Frage. Eventuell gibt es einmal eine Konkurrenz Software zum Steam Workshop, die einfaches modden per Klick ermöglicht und weniger abgaben verlangt. Eigentlich müsste es das ja schon lange geben, aber evtl. ist es rechtlich von den Spielentwicklern nicht erlaubt und darum gibt es so eine Software noch nicht.

Geld für Mods fördert auch, dass Spielentwickler den Anreiz haben Mod Support in ihre Spiele einzubauen, mit dem dann auch mehr kostenlose und kostenpflichtige Mods ermöglicht werden. Also auch wieder Win/Win für Spieler, Modder, Steam und Entwickler.
 
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Mon3y

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Ich denke die meisten die über das System von Valve gemotzt haben meinten auch die "ungerechte" Verteilung der Kosten für Mods. Ich meine ist ja schön und gut wenn man bis zu 50% an die Entwickler des Spiels abdrückt aber mehr als 5-10% hat da Valve ganz bestimmt selber nicht verdient. Sie hosten das Spiel ja nur über ihre Plattform und haben bedeutend den kleinsten Teil dazu beigetragen das diese Mod entstanden ist. Aber ein System wie die Leute vom Humble Bundle wär doch nice. Wo jeder der bezahlten Content kauft mit einem Schieberegler bestimmen kann wie viel welche Partei von der Gesamtsumme erhält. So kann der Konsument selber bestimmen wem er am meisten "danken" will.
 
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Ernesti

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26. Sep. 2014
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IGN hat eine gute analyse gemacht (google "IGN 5 Reasons Valve Paid Mods), und gezeigt dass es nicht nur an der verteilung, sondern auch an der Rechtslage und möglichen Komplikationen liegt. Ich denke eine Spendenoption mit wenig (5-10%) für je Valve und Publisher und über 75% an den Modder, wären leute viel eher bereit geld auszugeben. Insbesondere da die Emtwicklung eines solchen Tools Valve sehr wenig kostet und danach Aufwandsfreies Einkommen für Valve und den Publisher/Developer generiert. Und eben weil dahinter kein aufwand steht, dürfen Valve und Publisher nicht zu gierig sein
 

PermafrostMusic

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13. Nov. 2012
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Scheint so, als wäre ich einer der wenigen, die das Bezahlen von Mods nicht wünschen oder nicht wollen. Gegen einen "Spende"-Option habe ich nichts einzuwenden. Die Option sollte aber nicht aufgezwungen, pänetrant, als Pop-up und vor dem Installieren des Mods als "adware" (wo man wieder wegklicken oder ein Häcken deaktivieren muss) vorhanden sein. Dies sind die Anforderungen an Paid Mods, so wie ich es als OK betrachte.

Warum finde ich es nicht OK, wenn die Modder ihre Mods hinter eine Paywall stellen?
Ich finde modding ist und bleibt eine Freizeitbeschäftigung, egal ob man Geld für Ressourcen investiert (ich habe auch Instrumente und Software gekauft, mache Musik nur aus Leidenschaft und biete sie gratis an). Wenn man Geld für Mods verlangt, bekommt (oder sollte) man eine gewisse Verantwortung für sein Produkt, wie die Gewährleistung für das richtige Funktionieren, Bugfreiheit oder keine Kompilationen mit dem Spiel oder Speicherfiles. Was ist mit dem Verwenden von Assets und Ressourcen, die nicht vom Modder selber stammen, sondern von anderen Personen, die ihr Werk aber gratis zur Verfügung stellen? Die bekommen dann garantiert nichts, der andere kassiert aber dafür ein. Und nein, jetzt hier "hurr durr es braucht halt eine Regelung und jemand, der das Überwacht" zu sagen, ist der falsche Ansatz für die Moddingcommunity. Wenn nun jemand bestimmen kann, wer was benutzen darf, weil gewisse Leute nun Geld damit machen wollen und andere nicht, spaltet das die Community noch mehr nebst den bezahlten und unbezahlten Mods.
Ich weiss nicht, was ihr alles mitbekommen habt, aber auf Reddit gab es einen Masterthread mit offiziellen Statements von Moddern und ihren Einstellungen zum Thema. Ein sehr bekannter Modder "Isoku" (wet and cold mod) bekam extrem viel negatives Feedback, weil er sein Mod bezahlbar (obligatorisch) gemacht hat und auf Nexumods (DER Seite für Skyrimmods) nur eine veraltete Version zum Download anbot. Wie gesagt, die Community wird durch das Anbieten von obligatorischen Bezahl-Optionen schon nur geteilt.
Weiteres Problem: Leute nehmen gratis Mods und stellen sie als eigene in den Workshop und verlangen Geld dafür. Klar, man findet das relativ schnell heraus, doch das ist wieder ein Problem, das NUR durch die Einführung von Bezahlung eingeführt wurde und somit eigentlich verhinderbar wäre.

/rant
 

Kartus

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Im Leben werden viele Communities durch Free und Paid Angebote geteilt. Wenn wir jetzt beim Gaming bleiben: Schon nur Free2Play und kostenpflichtige Spiele teilen die Community? Bei den Mods könnte man ja bei Paid Mods jeweils zwei Versionen anbieten, eine abgespeckte Free Mod und dann eine Paid Version mit mehr Features. Aber das würde ich auch freiwillig den Moddern überlassen dies zu tun. Oder alle die gleiche Version, aber einzelne Rand-Inhalte wie z.B. bestimme Kleidungen, Waffen, Gebäude etc. könnten optional gegen Paid erworben werden. Also sozusagen die Free Mod mit optionalen Paid Mod Inhalten (die wiederum free Inhalte haben könnte, etc.^^) xD. Naja, einfach Mal spontane Idee ohne zu prüfen wieviel Sinn das macht.

Beim "Mod installieren" Button klicken ein Popup mich fragen würde "willst du x (schieberegler) spenden?" würde ich jetzt nicht schlimm finden. Oder auch monatlich (damit ich zuerst die Mod teste und danach weiss, wieviel sie mir Wert ist und Spenden will) eine Notification die mir in diesem Zeitraum alle neu installierten Mods anzeigt und daneben ein Feld für Spendeneingabe würde mich nicht stören. Und das wie auch die Variante mit dem Popup könnte man ja auch noch als User selber deaktivieren.

Wegen "ich nehem gratis Mod von jemand anderem und stelle sie als Paid Mod rein": Man kann ja solche die Mods kostenpflichtig reinstellen Steam Greenlight wo die Communtiy zuerst mit Votes freischalten muss einführen oder Hürden wie 50$ Setupgebühr auferlegen und gewissen Wert von Steambibliothek haben und gewisses Alter, so dass halt nicht einfach gespammt wird.
 
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Kartus

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Na dann bin ich Mal gespannt ob die CHF Preise vorteilhafter sein werden.