Hyperdimension Neptunia U: Action Unleashed

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Hyperdimension Neptunia U: Action Unleashed
Hack 'n Slay mit leicht bekleideten Animemädels

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Konsolengöttinnen im Rampenplicht

Normalerweise wäre hier der Absatz, der mit der Handlung anfangen würde, aber davon gibt es in Hyperdimension Neptunia U nicht wirklich viel und sie lässt sich in einem Satz beschreiben: Zwei Reporter wollen Artikel über die Konsolengöttinnen und ihren kleinen Schwestern schreiben und so versuchen sich Neptunia und die anderen Mädels von ihrer besten Seite zu zeigen, während sie Aufträge erledigen. Die besagten Reporter sind übrigens eine Anspielung auf die japanischen Videospielmagazine Famitsu und Dengeki und so kommen die beiden Charaktere auch mit typischen Merkmalen daher.

Die Dialoge fallen während den Handlungsabschnitten eher kurz aus, wissen aber mit dem gewohnten Neptunia-typischen Humor zu begeistern. Besonders schön mit anzusehen ist hier, wie sich die Charaktere über Spielfunktionen beschweren und kommentieren, dass dies noch nie in einem ihrer Spiele vorkam. Das einzig wirklich negative an der Sache ist, dass Idea Factory International sich ähnlich in Sachen Übersetzung verhält wie NIS America und das lässt sich als ein zweischneidiges Schwert ansehen. Einerseits ist es gar nicht so verkehrt, ein wenig freier zu übersetzen und die Dialoge aufzufrischen, andererseits ist es nicht Sinn der Sache, Textabschnitte komplett umzuschreiben, nur um seinen eigenen Humor in das Spiel einzubringen. Ähnlich verhält es sich mit dem Hinzudenken von Spitznamen, was leider etwas übertrieben ausfällt. Wer hier mit der japanischen Sprachausgabe spielt und diese versteht, wird sich wahrscheinlich sichtlich verwundert fragen, was man sich dabei wohl gedacht hat…

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Famitsu please... (͡° ͜ʖ ͡°)

Einmal fanservicefreie Version zum Mitnehmen bitte!


Hyperdimension Neptunia U ist in verschiedenste Aufträge unterteilt, bei denen man bestimmte Bedingungen erfüllen muss. Meistens beinhalten diese die Eliminierung eines Endgegners, aber es stehen auch andere Ziele zur Auswahl. Dazu gehört das Einsammeln von Gegenständen, das Erreichen eines bestimmten Punktes innerhalb der Ebene oder das Besiegen einer bestimmten Anzahl von Monstern.

Von der Spielmechanik her funktioniert dies ähnlich wie ein typisches Hack 'n' Slay, allerdings in einer abgespeckten Version. Soll heissen, dass euch verschiedene Ebenen zur Verfügung stehen, in denen der ausgewählte Auftrag erledigt werden muss. Oftmals geschieht dies in Form eines eher kleinen Abschnittes, wo es allerhand Gegner zu bezwingen gibt, die in Horden auf den Spieler zukommen. Ab und zu darf man sich auch über eine erweiterte Gegend freuen, die mehr Bewegungsfreiraum bietet. Auch wenn es genug Aufträge zu erfüllen gibt und das Spielprinzip genug Spielspass bietet, so kann sich die wenig vorhandene Abwechslung spätestens nach Beenden der Hauptgeschichte negativ auswirken und zu Langeweile führen.

Um euch erfolgreich gegen die Armeen von Monstern zur Wehr zu setzen, dürft ihr euch zu Anfang für zwei von insgesamt zehn Charakteren entscheiden. Dazu zählen neben den bereits bekannten Neptunia-Charakteren, wie Neptune, Nepgear, Noire, Uni, Rom, Ram, Vert und Blanc auch die beiden Artikelschreiber Famitsu und Dengekiko. Die jeweils zweite ausgesuchte Figur befindet sich in der Reserve und kann, wie es euch gefällt, eingetauscht werden. Zur Verfügung stehen jedem Charakter eine Anzahl an unterschiedlichen Attacken, die sich durch wiederholtes Knopfdrücken in Angriffsfolgen erweitern lassen. Zusätzlich wird Gebrauch von Fähigkeiten gemacht, die nicht endlos eingesetzt werden können, aber reichlich Schaden verursachen. Sie zehren an den Punkten einer Leiste, die nur durch kontinuierliches Kämpfen oder mit der Hilfe von Heilung wieder hergestellt werden kann. Wer Hyperdimension Neptunia kennt, weiss auch, dass die Verwandlungen der Konsolengöttinnen nicht fehlen dürfen. Sobald die EXE-Drive-Leiste gefüllt ist, können Charaktere in einen Zustand wechseln, der sie für eine bestimmte Zeit fast unverwundbar macht und zusammen mit der eingebundenen Spezialattacke sind Endgegner innerhalb von kürzester Zeit erledigt. Die Charaktere spielen sich übrigens alle unterschiedlich und es macht Spass, herauszufinden, mit wem man am besten klar kommt und welches Team das Beste darstellt.

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Pro-Gamur Numbero Uno!

Der Trend des Kleidungsschadens hält auch in Hyperdimension Neptunia U Einzug und so bekommt ihr nicht selten halbnackte Mädchen auf dem Bildschirm zu Gesicht. Ein Unterschied zu anderen fanservicelastigen Spielen wie Senran Kagura ist allerdings, dass diese Funktion nicht aufgezwungen wird. Habt ihr einen Charakter ein wenig aufgestuft, so dürft ihr euch über verschiedene Varianten eines Kostümes freuen und darunter zählen auch unzerstörbare Kleidungstücke. Freunde von leicht bekleideten Mädels können die Göttinnen aber auch mit Kostümen ausstatten, die schon zerrissen sind oder sich leicht zerreissen lassen. Kleidungsschaden dient allerdings nicht nur dazu, in Grossansicht zu zeigen, wie die Kleidung eines Charakters in Fetzen hängt, sondern sie wirkt sich auch positiv auf die Statuswerte aus (ohh Wunder).

Als Belohnung eines erfolgreich erledigten Auftrages gibt es Erfahrung, Monstermünzen und Aufstufungen der Freundschaft zwischen den beiden Charakteren, die am Kampf teilgenommen haben. Münzen lassen sich gegen Statuswerterhöhnungen, Waffen und Zubehör eintauschen. Sie sind nach Monstertypen sortiert und so gilt es, Jagd auf die jeweiligen Gegner zu machen, möchte man bestimmte Boni erwerben. Einen erneuten Auftritt hat das Lily-Rank-System. Je öfter ihr mit einem bestimmten Team spielt, umso besser werden sich die Figuren dieses Teams verstehen und dies führt nicht nur zu neuen Dialogen, sondern auch zu positiven Effekten.

Wurde die Haupthandlung beendet, schaltet euch das Spiel weitere Inhalte frei. Dazu zählen ein Arenamodus, wo die Konsolengöttinnen gegeneinander antreten können und ein Turm mit vielen kleineren Ebenen, wo man mit einen festgelegten Team alle Gegner bezwingen muss, um bis zur Spitze zu kommen.

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Alles, was das Neptunia Herz begehrt


Hyperdimension Neptunia U präsentiert sich in einer bunten Animegrafik, die komplett ruckelfrei und ohne Probleme auf dem PC läuft. Die Charaktermodelle sind allesamt hübsch und mit Liebe zum Detail gestaltet, allerdings hat man sich kaum etwas Neues einfallen lassen in Sachen Design. Gebiete, Monster und auch Musik wurden weitgehend aus den Hauptteilen entnommen, was bei einem Spin-Off wohl nicht unbedingt als negativ anzusehen wäre und Fans der Serie werden sich sicherlich auch so darüber freuen, trotzdem hat es einen leicht faden Beigeschmack. Zumindest gibt es zwei Neuzugänge bei den Charakteren, die auch von der Gestaltung etwas hermachen.

Die während der Handlung ablaufenden Unterhaltungen werden im typischen Visual-Novel-Stil dargestellt. So seht ihr auf dem Bildschirm die Charaktere und am unteren Rand wird in einer Textbox angezeigt, was sie zu sagen haben. Dabei wäre als positiv anzumerken, dass die Figuren nicht einfach als leblos wirkendes Artwork präsentiert werden. Sie bewegen ihre Münder passend zur Synchronisation, man sieht sie atmen und sie ändern ihre Pose. Unterstützend dazu werden Effekte angezeigt. Wenn die Figur sich freut, werden zum Beispiel für kurze Zeit Noten sichtbar.

Etwas seltsam wirkt hierbei der nicht ganz flüssige Übergang, wenn ein Szenenwechsel stattfindet und wenn mehrere Charaktere an Gesprächen teilnehmen, wird oftmals derjenige der sich zu Wort meldet, nach vorne gezogen und rückt dementsprechend auch wieder in die hintere Reihe. Insgesamt nicht unbedingt schlimm, aber es wirkt auf Dauer etwas störend.

Die Hintergrundmusik kommt mit bekannten Liedern aus dem Neptunia-Universum daher und sie werden euch sogar mit Namen im Spiel präsentiert. Bei der Sprachausgabe stehen euch sowohl Englisch als auch Japanisch zur Auswahl.

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Vert macht den Gegnern ordentlich die Hölle heiss!

Fazit


Hyperdimension Neptunia U ist in erster Linie etwas für Fans der Serie und eignet sich perfekt als kleine Zwischendurchunterhaltung, bis der nächste Hauptteil im Osten erscheint. Es macht vor allem in den ersten Stunden sehr viel Spass und das, obwohl die Gebiete leider etwas eingeschränkt sind und es nicht viel Abwechslung gibt. Allerdings muss man schon Gefallen an der Hack and Slay Spielmechanik finden, um länger Freude am Spiel zu haben. Sonst kann es schnell eintönig erscheinen. Schön mit anzusehen ist vor allem der für die Neptunia-Reihe bekannte Humor, der sich wieder über die Dialoge erstreckt. Wer alle Charaktere auf das maximale Level bringen und den Zusatzinhalt ausnutzen möchte, der wird einige Zeit mit dem Spiel verbringen können, aber insgesamt ist es von der Länge her eher kurz gestaltet.


Das Wichtigste zum Schluss
  • Story: Zwei Reporter versuchen einen Artikel über die bekannten Konsolengöttinnen zu schreiben, beschreibt so ziemlich die ganze, kaum vorhandene Handlung. Haufenweise humorvolle Dialoge, mit teils etwas eigensinniger Übersetzung.
  • Gameplay: Typischer Hack and Slay-Stil, eher kleinere Ebenen, in denen es gilt, mit Angriffsfolgen haufenweise Gegner zu erledigen, Kleidungsschaden und Verwandlungen der Charaktere sind fester Bestandteil.
  • Grafik: Hübsche Animegrafik und komplett ruckelfrei, Grunddesigns sind weitgehend aus anderen Neptunia-Teilen übernommen.
  • Sound: Ebenfalls weitgehend aus anderen Neptunia-Teilen bekannt, wer sich damit auskennt, weiss was ihn erwarten wird.
  • Sprachausgabe: Englisch und Japanisch
  • Preis: CHF 29 (würde auf ein Steam sale warten!)
Meine Meinung: Da ich schon seit einiger Zeit die Neptunia-Reihe mitverfolge, freue ich mich auf jedes neue Hyperdimension. Mein persönliches Highlight waren die Spielcharaktere Dengekiko und Famitsu. Neue Charaktere die eine aussergewöhnliche Persönlichkeit haben. Dies ist auch einer der Gründe, warum ich die Hyperdimension Neptunia Spiele liebe. Jedes Mädel hat eine einzigartige Persönlichkeit und handelt dementsprechend auch anders. Da hat es für jeden was dabei! Persönlich finde ich das Spiel ganz in Ordnung. Mal ein Neptunia Spiel, dass sich von den Anderen auch im Gameplay unterscheidet. Ein knackiger Hack’n’Slay für zwischendurch.


Anmerkung: Vielen Dank für die Aufnahme ins Redaktionsteam. Ich hoffe meine erste Review war informativ und hilfreich für all die Leute, die sich mal die Neptunia-Teile genauer anschauen wollen.

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