Mu Complex

Das etwas andere Hackerspiel

Mu Complex ist eine Art Hackersimulation. Nur eine Art? Ja, denn ihr habt nicht nur eine textbasierte Oberfläche vor euch und ihr hackt nicht nur Computer. Im Grunde zwar schon, aber etwas anders als sonst.

Ich bin per Zufall auf Steam auf dieses kleine aber feine Indie Game gestossen. Mich hat der Trailer bereits sehr überzeugt, dazu auch die kurze Demo, die auf Steam verfügbar ist.

Ihr befindet euch in einem Hochsicherheitstrakt, indem Forscher an Dingen wie künstliche Intelligenz arbeiten. Eine der KI’s ist ein autonomes Sicherheitssystem namens Lya. Sie ist für die Sicherheit im ganzen Komplex zuständig. Entwickelt wurde sie von einem der Forscher, der aber später suspendiert wurde. Warum nur? Und was hat es mit der KI Lya auf sich? Langsam deckt ihr die Geheimnisse des Mu Complexes auf und was dort alles geschehen ist.

Man könnte sich das Spiel aus einer Mischung aus Hacknet und The Black Watchmen vorstellen. Einerseits habt ihr klassische Befehle, die ihr in der Kommandozeile eintippt, andererseits benötigt ihr oft Informationen von ausserhalb des Spiels, beispielsweise von Google, um ein Rätsel zu lösen. Ihr knackt Passwörter, programmiert Bots (die kleinen Käfer, die man nutzt, um programmieren zu lernen), untersucht Räume per Überwachungskameras und löst allerhand andere Rätsel. Lya bietet auch Hints an, falls man mal nicht weiterweiss.

Mu Complex besteht aus 2 Episoden. Bei jeder steigert sich der Schwierigkeitsgrad, wobei die allgemeine Schwierigkeit des Spiels mittelmässig ist. Personen, die noch nie ein Hackergame gespielt haben, sind also gut bedient. Trotzdem finden sich einige Knacknüsse in Mu Complex. Ach ja, noch eine kleine Notiz am Rande: Wenn ihr denkt, das Spiel ist zu Ende, könnte dies unter Umständen nicht so sein! Ausserdem existieren viele Secrets in diesem Spiel, die es wert sind, freizuschalten. Unter Umständen benötigt ihr die Anleitung anderer Spieler um sie zu finden, denn einige sind nicht ganz so offensichtlich und einfach zu entdecken.

mu complex - Mu Complex

Der Bot muss richtig programmiert werden, um den Computer zu entsichern.

Fazit

Die kurze Story mit grandiosem Schluss und den genialen Soundtrack sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Mich hat dieses Indie absolut überzeugt und gehört für mich auf jeden Fall zu den besten Spielen, die ich bis dahin gespielt habe. Wer Hackersimulationen mag, gerne Rätsel löst und zwischendurch Spiele genauer unter die Lupe nimmt, ist bestens bedient.
Mu Complex eignet sich auch gut für Gelegenheitsspieler, denn es ist nicht allzu lang. Je nach Einfallsreichtum ca. 6 bis 10 Stunden. Das auf Steam sehr positiv bewertete Spiel ist für 10.- erhältlich (vergesst nicht, dass es kostenlose Demo gibt), etwas viel meiner Meinung nach für den Umfang. Wartet vielleicht auf einen Sale, aber auf der Wunschliste sollte es auf jeden Fall stehen.

Bildquellen
Titelbild: Chewable C++

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6 Kommentare

  1. Danke für die Empfehlung, das Spiel sieht sehr spannend aus, und ich würde es gerne auch mal spielen.

    Mir stellt sich aber die Frage, kann man das Spiel auch ohne informatiker Vorkentnisse spielen? Oder muss man einige Basics beherrschen?

  2. Du kannst das Spiel eigentlich ohne Vorkenntnisse spielen. Du wirst wahrscheinlich einige Secrets nicht entdecken, was aber nicht weiter schlimm ist (gibt einfach Steam Karten und etwas minimes zur Geschichte mehr).
    Durchspielen lässt es sich eigentlich eher mit Logik, als mit Informatikkenntnissen 🙂

  3. Weil es Englisch ist und noch keine Übersetzung gibt, hat man ab Security-Level 4 Schwierigkeiten herauszufinden was das Spiel eigentlich von einem will.
    Ich habe für mich bislang die Texte einfach mit dem Translator übersetzt.

    Ansonsten kann ich für mich sagen, dass es einen *Candy Crush" Faktor hat. Ewigkeiten kann ich es nicht spielen, da die Lösungen zum Teil nicht einfach herauszufinden sind. Ich werde wahrscheinlich alle paar Wochen mal das Game erneut anschauen um zu sehen, ob ich doch noch ein Level weiter komme.

  4. Ich denke kommt halt auf das Englischverständnis an, ich fand die Texte eigentlich sehr einfach gehalten, aber ich bin mir auch Fachchinesisches Englisch von der Uni gewöhnt 🙂
    Wenn du es wohl auf Deutsch hättest, fändest du es sicherlich viel einfacher.